Konzert

Viel mehr als Marschmusik

115 Jahre und kein bisschen leise – so präsentierten sich Spielmannszug und Brass Band am Samstagabend bei ihrem Jubiläumskonzert. Das eine Ensemble besteht seit 50, das andere bereits seit 65 Jahren. Für die Geburtstage hatten sich beide Gruppen etwas ganz Besonderes überlegt.

Von Arno Wolf Fischer.

Mit einem vielfältigen und sehr gut besuchten Konzert feierten Spielmannszug und Brass Band am Samstagabend in der Aula der Realschule ihre runden Geburtstage. Der Spielmannszug existiert seit 65 Jahren, die Brass Band blickt auf 50 Jahre zurück. Die Akteure hatten ein Programm vorbereitet, das nach den Worten des Vorsitzenden Werner Möllerfeld vor allem eines zeigen sollte: „Spielmannsmusik ist viel mehr als nur Marschmusik .“

Um das unter Beweis zu stellen, verbanden die 26 Aktiven des Spielmannszuges und die 28 Mitglieder der Brass Band verschiedene Genres und hatten auch viele neu einstudierte Stücke im Gepäck. Mit „Unser Peppi “, das an den ehemaligen Tambourmajor und Vorsitzenden Helmut „Peppi“ Specht erinnert, eröffneten beide Gruppen gemeinsam das Konzert.

Moderator Christoph Davids; Foto: WN (Arno Wolf Fischer)Moderator Christoph Davids; Foto: WN (Arno Wolf Fischer)

Humorvoll und in immer neue Verkleidungen schlüpfend moderierte Christoph Davids den Abend. Als Abgesandte der Stadt begrüßte er Josephine Kleyboldt . Die stellvertretende Bürgermeisterin gratulierte den Jubilaren und lobte die „bemerkenswerte aktive Jugendarbeit des Vereins“. Kleyboldt: „Wir sind stolz auf Sie. Was Sie leisten und geleistet haben, ist etwas ganz Besonderes.“

Zirkus Renz von Max Konermann und Daniel Oberhaus; Foto: WN (Arno Wolf Fischer)Zirkus Renz von Max Konermann und Daniel Oberhaus; Foto: WN (Arno Wolf Fischer)

Kurz darauf betraten die Schlagzeuger in völliger Dunkelheit die Aula. Für ihre Darbietung hatten sie Neonlichter an den Instrumenten angebracht. Im Anschluss gehörte die Bühne dem Spielmannszug mit Dirigentin Sonja Niehues. Die Gruppe nahm die Zuhörer mit „ Blue Ridge Saga“ mit auf eine Reise in die USA. „Erinnerungen an Zirkus Renz“ sorgten für Zirkusatmosphäre auf der Bühne, was – nicht zuletzt aufgrund der beiden Xylofonsolisten – beim Publikum sehr gut ankam. Ebenso gehörten bekannte Filmmusiken sowie „Hallelujah“ des kürzlich verstorbenen Leonard Cohen zum Repertoire.

Brass Band; Foto: WN (Arno Wolf Fischer)Brass Band; Foto: WN (Arno Wolf Fischer)

Die zweite Hälfte gestaltete die Brass Band, die mit „Prismatic Light“ ein Stück präsentierte, das laut Dirigent Christof Niehoff die „dynamische Bandbreite“ des Ensembles zur Geltung brachte. Weiter ging es mit bekannten Stücken wie „I’m Gonna Be (500 Miles)“ sowie der irischen Hymne „The Old Celtic Cross“, die die Brass Band zum ersten Mal auf einer Bühne spielte. Zum Abschluss musizierten beide Gruppen wieder gemeinsam und präsentierten mit dem feierlichen „Highland Cathedral“ noch einmal ihr ganzes Können.

Die Meinung des Publikums war unmissverständlich an den stehenden Ovationen und den lautstarken Forderungen nach Zugaben zu erkennen, denen die Musiker gerne nachkamen. Im Anschluss an das Konzert waren alle Gäste zu einem Umtrunk im Foyer eingeladen. Dort ließen Musiker und Zuhörer das Jubiläum gemeinsam ausklingen.


Montag, 13. November 2016 | Quelle: Westfälische Nachrichten (Lüdinghausen)

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